
Aus Anlass steigender Rohstoffpreise für Kupfer und Aluminium haben sich führende europäische Forschungsinstitute, Vertreter der Solar- sowie der Kunststoffindustrie vereint und einen IEA Task über den Einsatz von Kunststoffen in solarthermischen Systemen definiert.
Am 25. Oktober 2006 startete dieser 39. Task des Solar Heating and Cooling Programmes der International Energy Agency mit dem Titel "POLYMERIC MATERIALS FOR SOLAR THERMAL APPLICATIONS" mit einem Kick-Off Meeting in Ingolstadt.
Das Ziel des Tasks ist, die Anwendbarkeit und das Kostenreduktionspotential von Kunststoffen und neuen, auf Kunststoff basierenden solarthermische Systemen zu erheben und zu prüfen. Weiters soll das Vertrauen in diese neuen Werkstoffe durch die Entwicklung und Anwendung neuer angepasster Methoden der Verlässlichkeits- und Haltbarkeitsprüfung erhöht werden. Ziel ist es, durch weniger kostenintensive Materialien und Fertigungsprozesse die Konkurrenzfähigkeit für solarthermische Produkte und Systeme zu verbessern.
Potentiale von Kunststoffen sind:
- Einfachere solarthermische Kollektoren mit billigeren Materialien – niedrigere Kosten für solarthermische Systeme
- Geringerer Primärenergieeinsatz und damit verbunden ein geringeres Global Warming Potential, schnellere energetische Amortisation
- Einsatz billigerer und am Weltmarkt in erforderlicher Menge frei verfügbarer Rohstoffe
- Geringeres System-Gewicht – Reduktion der Transport- und Montagekosten
Als österreichische Vertreter nehmen das Polymer Competence Centre Leoben (PCCL), die AEE INTEC und das Energy Department seitens der Forschungsinstitute aktiv an den Projekten des Tasks teil.
Weitere Informationen zum Task finden sie demnächst auf
www.iea-shc.org.



roland.sterrer@ait.ac.at